Die Kraft der Gedanken...

Fassen wir einen Gedanken schaltet unser Gehirn dabei zwischen den Synapsen, den neuronalen Verknüpfungen zwischen unseren Nerven, um die passende Reaktion darauf zu finden. Je nach Beurteilung des jeweiligen Gedanken, also positiv oder negativ, reagiert es unterschiedlich. die Beurteilung basiert darauf was für Erfahrungen wir bereits zu diesem oder ähnlichen Themen abgespeichert haben und wie wir diese Erfahrungen beurteilt haben.

 

Als Reaktion werden Organtätigkeiten verstärkt oder sogar kurzzeitig eingestellt, bestimmte Muskelgruppen werden angespannt oder entspannt und die Herztätigkeit sowie die Durchblutung verändern sich. Je nachdem welche Reaktion für unser Gehirn am effektivsten erscheint, stellt sich unser Körper auf Kampf, Flucht oder andere Möglichkeiten ein.

 

Fassen wir einen Gedanken, schaltet unser Gehirn dabei zwischen den Synapsen, den neuronalen Verknüpfungen zwischen unseren Nerven, um die passende Reaktion darauf zu finden. Je nach Beurteilung des jeweiligen Gedanken, also positiv oder negativ, reagiert es unterschiedlich. Die Beurteilung basiert darauf was für Erfahrungen wir bereits zu diesem oder ähnlichen Themen abgespeichert haben und wie wir diese Erfahrungen beurteilt haben.

 

Als Reaktion werden Organtätigkeiten verstärkt oder sogar kurzzeitig eingestellt, bestimmte Muskelgruppen werden angespannt oder entspannt und die Herztätigkeit, sowie die Durchblutung verändern sich. Je nachdem welche Reaktion für unser Gehirn am effektivsten erscheint, stellt sich unser Körper auf Kampf, Flucht oder andere Möglichkeiten ein.

 

warum reagiert unser gehirn so wie es reagiert?

Evolutionsbedingt ist unser Gehirn, vorallem das limbische System, auf Überleben programmiert. Das bedeutet, dass unser Hirn je nach Reiz bzw. Gedanke (denn auch dieser ist ein Reiz) Maßnahmen setzt, die unser Überleben sichern sollen. 

 

Damit unser Überleben gesichert ist müssen wir oft blitzschnell handeln. Dafür müssen automatische Reaktionen stattfinden, denn wenn wir in einer Notsituation zu lange überlegen würden, wäre die Zeit bis zur überlegten, willentlichen Reaktion meist zu lange. Würden wir angegriffen werden müsste unser Körper blitzschnell zur Flucht oder zum Angriff bereit sein. 

 

Nehmen wir für die Anschaulichkeit ein Bsp.:

Ein Mensch, vor ca. 2,5 Mio Jahren, geht in den Wald auf Nahrungssuche. Plötzlich hört er ein Rascheln im Gebüsch. Würden Sie in dieser Situation lange überlegen? Wenn Sie es tun würden hätte der Tiger Sie warscheinlich schon erlegt...

 

Daher der Schutzmechanismus unseres Gehirns. Natürlich ist die Chance im Wald von einem wilden Tier angegriffen zu werden heutzutage gering, aber der Schutzmechanismus funktioniert nach wie vor genau gleich und kann auch heutzutage oft noch sehr hilfreich sein. 

 

wie steht dieser schutzmechanismus in zusammenhang mit unseren gedanken?

Unser Gehirn macht keinen Unterschied zwischen einem realen Erlebnis oder einer Erinnerung bzw. einem Gedanken. 

 

Probieren Sie es aus:

Denken Sie an das fürchterlichste Erlebnis in ihrem Leben und fühlen Sie jetzt in ihren Körper. ist er angenehm entspannt oder fühlt er sich eher verkrampft an? Und jetzt erfinden Sie eine fürchterliche Geschichte aus ihrem Leben, denken Sie sie so durch als wäre sie wirklich passiert, nehmen Sie sie mit allen Sinnen wahr; wie fühlt sich ihr Körper jetzt an?

 

Zum Abschluss machen Sie die gleiche Übung noch einmal, aber diesmal mit positiven, glücklichen Ereignissen in ihrem Leben. Fühlen Sie auch hier wieder in ihren Körper und vergleichen Sie das Gefühl mit dem Vorherigen.

 

Schließen Sie diese Übung unbedingt immer mit einem positiven Gedanken bzw. Gefühl ab! 

 

Für uns bedeutet das: egal ob der Tiger im Wald wirklich existiert oder nicht - wenn wir denken, dass er es tut reagiert unser Gehirn und somit unser Körper um uns zu schützen. Es ist auch egal ob wir einen vermeintlichen Tiger als Bedrohung empfinden oder einen Nebenbuhler, einen Jobverlust oder die Möglichkeit einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Sobald wir etwas als Bedrohung empfinden reagiert unser Gehirn dementsprechend.

 

wie reagieren wir auf eine bedrohung?

Empfinden wir etwas als Bedrohung gibt es verschiedene Möglichkeiten der Reaktion, die gebräuchlichsten sind aber Flucht oder Kampf. Es ist jedoch unratsam bei einem Vorstellungsgespräch die Flucht zu ergreifen oder einem lästigen Nebenbuhler einen Tritt zu verpassen, daher finden diese Reaktionen meist nicht statt. 

 

Unser Körper ist in so einer Situation aber bereits auf eine Gefahrensituation eingestellt und hat bereits Reaktionsmaßnahmen getroffen, das bedeutet, dass unsere Arm- und Beinmuskulatur, sowie unsere Rückenmuskulatur angespannt und bereit für die Flucht oder den Kampf ist. Ebenso schlägt unser Herz schneller um mehr Blut und Sauerstoff für unsere Muskeln zur Verfügung zu stellen. Unsere Verdauungsorgane, sowie unsere Fortpflanzungsorgane, werden hierbei jedoch schlechter durchblutet, genauso wie unsere Gehirnareale, die für vernünftiges Denken zuständig sind. 

Sie können sich vermutlich vorstellen, was eine Unterversorgung dieser bereits genannten Gehirnareale nach sich zieht. Denken Sie dabei an eine Situation in der Sie eine Prüfung ablegen müssen oder ein Jobinterview haben. Wie leicht wird es Ihnen fallen einen klaren Gedanken zu fassen und die passenden Antworten oder kreative Lösungen zu finden? Warscheinlich eher schwer.. 

 

Im Falle des vorherigen Beispiels mit dem Tiger, würde unser Körper sofort wieder auf eine normale Funktion unserer Körperfunktionen umschalten, sobald wir geflohen und entkommen sind. Im täglichen Leben aber, wenn Sie gerade in einer Prüfungssituation sind und nicht fliehen können, bleibt Ihr Körper in diesem Modus und stellt sich erst Stunden nach der abgelegten Prüfung wieder auf eine normale Funktion ein. In sehr schwerwiegenden Fällen kann es sogar einige Tage oder Wochen dauern bis das Notfallprogramm wieder abgestellt wird und unser Körper seine normalen Funktionen wieder aufnimmt. 

 

Um das zu verstehen müssen Sie bedenken, dass jedesmal wenn Sie an eine stressige Situation denken reagiert ihr Körper und Sie schalten in den Notfallmodus. Auf längere Sicht gesehen werden verschiedene Muskelgruppen zu Verspannungen neigen, bestimmte Organe werden unterversorgt sein, Sie können sich schlecht konzentrieren und haben wenig Energie.

 

und was kann ich jetzt dagegen tun?

Es gibt eine sehr einfache und ebenfalls sehr effektive Übung aus der Kinesiologie, die Sie für vergangene oder zukünftige Stresssituationen anwenden können.

 

Jedoch sollten Sie traumatische Erlebnisse unbedingt mit einem Arzt oder Psychotherapeuten besprechen!

 

Bei dieser Übung geht es vermehrt um eine kleine Hilfestellung für unangenehme Gespräche die bevorstehen, ein Streit der Sie noch immer beschäftigt, ein zukünftiges Jobinterview und ähnliches. Ich rate Ihnen davon ab sich alleine ohne professionelle Hilfe mit Situationen zu befassen die Sie emotional sehr mitnehmen. Für Themen die zwar belastend sind, aber nicht traumatisierend sind diese Übung sehr wohl geeignet.

 

Emotional-Stress-Release:

1. Legen Sie eine Hand quer über ihre Stirn und die zweite Hand entspannt auf Ihrem Hinterkopf.

2. Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich, schließen Sie hierfür am besten die Augen und stellen Sie sich die Situation vor die Sie stresst.

3. Gehen Sie hierfür so genau wie möglich in diese Situation, dabei ist es egal ob diese Situation bereits stattgefunden hat oder in der Zukunft stattfinden wird. Erleben Sie die Situation in Ihrer Fantasie mit all Ihren Sinnen!

4. Wiederholen Sie die Situation in Ihrer Vorstellung sooft wie möglich, bis Sie vollkommen entspannt sind und keinerlei Stress mehr spürbar ist!

 

In hartnäckigen Fällen können einige Durchläufe durchaus nötig sein. Hierfür würde ich empfehlen die Übung nur 3 mal hintereinander zu machen und Sie dafür für einige Tage ungefähr zur selben Zeit zu wiederholen. 

 

Sollten Sie Fragen haben oder von Ihren Erfahrungen erzählen wollen, zögern Sie nicht ein Kommentar zu hinterlassen oder mich unter kontakt@sarita.at zu kontaktieren. Viel Erfolg mit der Übung!

 

Alle Blogeinträge beruhen auf persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen und sind wissenschaftlich nicht bewiesen.